Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Erste Trägerkonferenz: Netzwerke bilden für den Programmerfolg

Aufgabe einer modernen Familienpolitik muss es sein, auf die Herausforderungen, vor denen Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen, Antworten zu finden.  Mit dem Bundesprogramm „KitaPlus“ sollen gute, praktikable und vor allem passgenaue Kinderbetreuungsangebote für Familien erprobt und alltagstauglich umgesetzt werden. Von den neuen Angeboten profitieren insbesondere Alleinerziehende und Eltern in Schichtarbeit. Auch für Berufsgruppen, deren Arbeitszeiten außerhalb der üblichen Betreuungszeiten liegen, sind diese Angebote wichtig.

Um sich zu den vielfältigen Unterstützungsangeboten zur Bewältigung des Alltags für Familien auszutauschen, kamen die Teilnehmenden am Bundesprogramm „KitaPlus“ mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kooperationspartner, der Länderministerien,  der Träger, der Jugendämter und der Bundesagentur für Arbeit sowie aus den Jobcentern ins Gespräch.  

Die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Einladung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auch, um sich zwischen den beteiligten Akteuren im Bundesprogramm „KitaPlus“ zu vernetzen. „Die Kooperation der verschiedenen Akteure ist ein wichtiger Bestandteil des Programms. Wir wollen gemeinsam ein Netzwerk bilden, um „KitaPlus“ in den nächsten Jahren erfolgreich zu etablieren und damit die Grundlage zu bilden, dass die erweiterten Öffnungszeiten auch über 2018 hinaus bestehen bleiben“, betonte Marion Binder, Leiterin des Referats Ausbau und Qualität der Kindertagesbetreuung im Bundesfamilienministerium die Bedeutung der Zusammenarbeit. Dass mit dem Bundesprogramm ein wichtiger Nerv getroffen werde, zeige die große Zahl der eingereichten Interessenbekundungen. „150 Projekte haben bislang einen Zuwendungsbescheid erhalten, davon 108 Kitas und 42 Kindertagespflegestellen. Die geplanten Ideen für flexible Betreuungszeiten sind dabei sehr vielfältig“, so die Referatsleiterin.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig begrüßt die Teilnehmenden der Konferenz.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig begrüßt die Teilnehmenden der Konferenz. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids.

Eine hohe Qualität zum Wohle der Kinder 

Warum ist das Bundesprogramm „KitaPlus“ so wichtig? Und welche Herausforderungen bestehen? Diesen Fragen stellten sich die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion. Heidi Holzhauser, Leiterin des Stabes Kompetenzzentrum Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, betonte dabei die Bedeutung des Programms für die Integration von erwerbslosen Frauen in den Arbeitsmarkt. Denn erst die Möglichkeit Kinder auch zu Randzeiten gut betreut zu wissen, ermögliche vielen Müttern die Rückkehr in eine existenzsichernde Beschäftigung. Große Einigkeit herrschte bei allen Diskussionsteilnehmerinnen darüber, dass das Wohlbefinden des Kindes bei der Betreuung immer an erster Stelle steht. Dies wird durch eine hohe Qualität der Angebote sichergestellt. Wichtig sei jedoch auch, für jedes Kind die individuell passende Lösung zu finden.  Eine große Herausforderung, die es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch zu meistern gilt, brachte Kathrin Blumenhagen vom Jugendamt der Stadt Krefeld auf den Punkt: „Wir können uns nicht alleine auf den Weg machen. Die Kooperation mit den Unternehmen ist wichtig. Schließlich brauchen wir familienfreundliche Unternehmen und nicht betriebsfreundliche Familien.“ 

Im Grußwort an die Teilnehmenden unterstrich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  Manuela Schwesig, dass die große Nachfrage zum Bundesprogramm „KitaPlus“ den hohen Bedarf von Eltern zeigt, die im Schichtdienst oder in den Randzeiten tätig sind. Insgesamt sollen etwa 300 Vorhaben und Standorte im Bundesprogramm „KitaPlus“ gefördert werden, welche vielfältige Lösungen und Konzepte für die unterschiedlichsten Anforderungen bieten.

Neben dem quantitativen und qualitativen Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsmöglichkeiten im Bundesprogramm „KitaPlus“, dass der Bund mit insgesamt 100 Millionen Euro fördert, biete das Konzept der Familienarbeitszeit Müttern und Vätern die Möglichkeit sich Familien- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich aufzuteilen.  Auch das neue ElterngeldPlus verschafft Eltern das Recht und die finanzielle Grundlage, noch flexibler mit ihrer Elternzeit umzugehen. 

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig übergab auf der Trägerkonferenz weitere fünf Zuwendungsbescheide an Kinderbetreuungseinrichtungen und an eine Kindertagespflegestelle, die ihre Öffnungszeiten im Rahmen des Bundesprogramms „KitaPlus" bedarfsorientiert erweitern.  

Lösungsansätze und Herausforderungen 

In fünf Workshops mit Sicht auf die verschiedenen Akteure zum Bundesprogramm wurde unter anderem erörtert, wie sich die flexible Kinderbetreuung auf die Kinder auswirkt, worauf Kinderbetreuungseinrichtungen achten sollten, welchen Herausforderungen man sich in Bezug auf die Elternarbeit stellen muss, was Kindertagespflege leisten kann und welche Kooperationen wichtig sind, um das Bundesprogramm „KitaPlus“ auch nachhaltig umzusetzen. Mit Blick auf die zukünftige und nachhaltige Umsetzung des Bundesprogramms „KitaPlus“ wurden gemeinsam Lösungsansätze diskutiert und die Herausforderungen besprochen. Einig waren sich alle, dass der Erfolg des Bundesprogramms von einer engen Zusammenarbeit aller getragen wird und es eine flexible und passgenaue Kinderbetreuung für Familien auch über das Jahr 2018 geben muss.

Eine zweite große Trägerkonferenz ist für das Jahr 2018 geplant.

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