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„Gemeinsam Familien stärken“

Porträt des Bündnisses für Familie in Schwerin

Foto: Marita BußMarita Buß, Leiterin des Horts Paulsstädter Fritzen in Schwerin

Familienfreundlichkeit als feste politische und gesellschaftliche Größe in Schwerin verankern – das ist das Ziel des Schweriner Bündnisses für Familie. Zu den Partnern des 2007 gegründeten Bündnisses zählen Vertreterinnen und Vertreter der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und der sozialen Verbände und Vereine. Auch der Träger Kita gGmbH des Horts „Paulsstädter Fritzen“ ist Mitglied im Familienbündnis. Die Hort-Leiterin Marita Buß erklärt: „Das Bündnis für Familie und Kitas – das hört einfach zusammen. Wir verfolgen beide die gleichen Ziele: Wir möchten Familien unterstützen und entlasten, da ist eine Zusammenarbeit unabdingbar.“

Erweiterte Öffnungszeiten über das Bündnis bekannt machen

Der Hort „Paulstädter Fritzen“ nimmt am Bundesprogramm „KitaPlus“ teil. „Eine Abfrage bei den Eltern hat ergeben, dass es einen großen Bedarf für die Betreuung von Schulkindern vor dem Unterricht gibt“, stellt Frau Buß fest. Nun konnten die Öffnungszeiten in den Morgenstunden erweitert werden und die Betreuung ist schon ab halb sieben möglich. Um dieses Angebot auch außerhalb der Einrichtung bekannt zu machen, hat der Hort auf das Bündnis-Netzwerk zurückgegriffen. Die Bündnispartner haben die Informationen über ihre Verteiler weitergegeben und stadtweit gestreut. So wurden mit dem erweiterten Angebot Familien erreicht, die beispielsweise im Schichtdienst arbeiten und auf eine frühe Betreuung angewiesen sind.

Unterstützende Angebote für Familien vermitteln

Frau Buß sieht den Nutzen des Netzwerks vor allem im persönlichen Kontakt: „Es gibt viele verschiedene Angebote für Familien in Schwerin, diese sind in der Broschüre „Familien-ABC“ übersichtlich aufgelistet. Die Broschüre wird von der Stadt Schwerin und der Arbeiterwohlfahrt - Soziale Dienste gGmbH – Westmecklenburg herausgegeben. Doch das persönliche Gespräch kann bestehende Unterstützungsangebote noch leichter vermitteln.“ Wenn beispielsweise einer Kita-Leitung im Gespräch mit den Eltern auffällt, dass die Betreuungszeiten für die Familie nicht ausreichend sind, weist sie auf das Angebot der „Wunschgroßeltern“ hin. „Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch die Zusammenarbeit von Generationen ein Ziel des Familienbündnisses“, erklärt Frau Buß. Interessierte Seniorinnen und Senioren werden an Familien vermittelt, die Unterstützung im Familienalltag benötigen. Auch Vorlesepatinnen und -paten finden über die Vermittlung des Bündnisses eine sinnvolle Aufgabe und begeistern die Kinder. Besonders neu zugezogene Familien profitieren von Betreuungsangeboten, die durch das Bündnis vermittelt werden. Außerdem bieten die Bündnispartner den Familien Beratung in Erziehungsfragen an.

Aktionstag „Zeit für Familien“ macht Familienfreundlichkeit konkret

Ein- bis zweimal im Jahr kommen alle Bündnispartner zusammen, ansonsten findet die Arbeit anlassbezogen statt. Das Bündnis hat den Aktionstag „Zeit für Familien“ ins Leben gerufen. An diesem Tag erhalten die Schweriner Familien in vielen Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen kostenfreien oder ermäßigten Eintritt. Ein weiteres Highlight des Familienbündnisses ist die jährliche Ehrung der „Familienfreundlichsten“. In vier Kategorien werden Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Vereine oder auch engagierte Privatpersonen geehrt. So wird familienfreundliches Engagement in Schwerin sichtbar gemacht.

Foto: Hort Paulsstädter Fritzen
Foto: Hort Paulsstädter Fritzen
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