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Kita „Tausendfüßler“ in Suhl: „In den Abendstunden ist eine familiäre Atmosphäre besonders wichtig.“

„Unsere Kinder sind kleine Persönlichkeiten mit erhobenem Kopf“, erläutert Leiterin Simone Stangl den Leitgedanken der Kita „Tausendfüßler“ im thüringischen Suhl. Die Kita des THEPRA Landesverbands Thüringen e.V. orientiert sich an der Reggio-Pädagogik.  

Frau Stangl ist dort seit sechs Jahren Leiterin. Sie arbeitet jedoch schon seit über 20 Jahren in der Einrichtung. Sie hat viele Veränderungen in der Stadt miterlebt: Während nach der Wende wegen der geringen Kinderanzahl sogar Räume der Kita untervermietet werden mussten, steigt die Geburtenrate seit einigen Jahren wieder an. Damit steigt auch der Bedarf an Kita-Plätzen. 176 Kinder können die Kita heute besuchen, darunter 34 Kinder unter zwei Jahren. 24 pädagogische Fachkräfte und sechs technische Kräfte sorgen dafür, dass die Kinder rundum gut betreut werden. 

Bedarfsgerechte Öffnungszeiten haben eine lange Tradition

In den vergangenen Jahren hatte die Kita bereits in Notfällen verlängerte Öffnungszeiten angeboten. Für dieses Angebot war Frau Stangl jedoch auf das Verständnis des pädagogischen Personals und des Trägers angewiesen. „Auch wenn wir schon Erfahrung mit erweiterten Öffnungszeiten haben, freuen wir uns sehr über die Förderung durch das Bundesprogramm „KitaPlus“. Es ist jetzt alles offizieller: Wir bekommen die Personalstunden und die Ausstattung. So können wir ein verbindliches, qualitativ hochwertiges Angebot schaffen“, freut sich die Kita-Leiterin. Bedarfsgerechte Öffnungszeiten von 5:30 Uhr bis 18:30 Uhr gehören jetzt zum Angebot der Kita.  

In der Planungsgruppe Kita des Jugendhilfeausschusses der Stadt Suhl wurde der Bedarf für die Öffnungszeiten ermittelt. Viele Eltern arbeiten in der Pflege oder im Handel. Auch Alleinerziehende sind auf die erweiterten Öffnungszeiten angewiesen. Deshalb hat die Kita von 5:30 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet, seit sie durch das Bundesprogramm gefördert wird. Circa zehn bis zwölf Kinder nehmen die Betreuungszeiten früh morgens oder am Abend regelmäßig in Anspruch. 

Besondere Betreuungssituation in den Abendstunden schaffen

„Um die zusätzlichen Zeiten abzudecken, habe ich die Kolleginnen und Kolleginnen gefragt, für wen sich welche Arbeitszeiten am besten eignen. Denn auch sie müssen Beruf und Familie miteinander vereinbaren können“, erklärt Frau Stangl. „Außerdem erfordert die Betreuung in den Abendstunden eine noch individuellere Nähe zum Kind. Das müssen die pädagogischen Fachkräfte auch zulassen wollen.“

Die Kita hat den Anspruch, dass die Betreuung in den Abendstunden in familiärer Atmosphäre stattfindet. Dazu gehen die Kinder ab 17:30 Uhr in die eigens neu gestalteten Räume und machen es sich gemütlich. In einer neu ausgestatteten kleinen Küche bereiten sie gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern das Abendessen zu. Nach dem Essen lädt der neue Sprach-Raum zum Erzählen, Kuscheln und Vorlesen ein.

Geregelter Tagesablauf trotz unterschiedlicher Bring- und Holzeiten

Auch wenn die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten gebracht und abgeholt werden, legt die Kita Wert auf einen geregelten Tagesablauf. Nach dem gemeinsamen Frühstück findet die Kinderkonferenz statt. „Natürlich wäre es schön, wenn alle Kinder daran teilhaben könnten. Aber wir haben auch Verständnis für Eltern, deren Dienst erst später beginnt und die ihre Kinder später bringen“, erläutert die Kita-Leiterin. Die pädagogischen Fachkräfte und die Eltern haben sich darauf geeignet, dass längere Gespräche vor allem am Nachmittag stattfinden. So werden die laufenden Angebote am Vormittag nicht gestört

Unterstützung durch das Bundesprogramm „KitaPlus“

Wie allen anderen Kitas und Kindertagespflegestellen im Bundesprogramm „KitaPlus“ steht auch der Kita „Tausendfüßler“ eine Projektbegleitung beratend zur Seite. „Wir freuen uns darauf, in Kürze unsere Projektbegleiterin kennenzulernen“, berichtet Frau Stangl. „Wir hoffen, von den Erfahrungen der anderen Kitas zu lernen und uns noch weiterzuentwickeln.

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