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„Kooperation ist der Schlüssel zum Erfolg des Bundesprogramms“

Ursula KricklUrsula Krickl, Referatsleiterin für Soziales, Jugend und Gesundheit beim Deutschen Städte- und Gemeindebund

Ursula Krickl, Referatsleiterin für Soziales, Jugend und Gesundheit beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, erörtert im Interview die Sicht der Kommunen auf erweiterte Öffnungszeiten von Kitas, Horten und Kindertagespflegestellen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ist einer der Kooperationspartner im Bundesprogramm „KitaPlus“.

Warum unterstützen Sie das Bundesprogramm „KitaPlus“ und somit die Erweiterung der Öffnungszeiten von Kitas, Horten und Kindertagespflegestellen?

Wir haben das Bundesprogramm von Beginn an unterstützt, weil wir sehen, dass auf der lokalen Ebene ein Bedarf besteht an qualitativ hochwertiger Betreuung, die über die normalen Öffnungszeiten hinausgeht. Viele Kommunen benötigen noch etwas Hilfe dabei, gute Konzepte für Angebote zu entwickeln, die den Ansprüchen der Eltern gerecht werden. Gerade im ländlichen Raum ist das oft eine große Herausforderung. Vorhandene Betreuungsangebote müssen besser aufeinander abgestimmt und vernetzt werden. Deshalb sind wir dem Bund sehr dankbar, dass er dieses Thema aufgegriffen hat und die Kommunen vor Ort auch mit finanziellen Mitteln unterstützt.

Was bedeutet für Sie der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung?

Mit dem bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung können wir den Wünschen der Eltern gerecht werden, passgenaue Angebote in der Kindertagesbetreuung bzw. in der Kindertagespflege sicherzustellen.

Uns ist dabei immer wichtig, qualitativ hochwertige Angebote für die Kinder zu schaffen, bei denen das Kindeswohl an erster Stelle steht. Es geht nicht darum, flächendeckend die 24-Stunden-Kita einzuführen. Vielmehr müssen wir im Einzelfall schauen, wo Bedarfe für eine Betreuung über das übliche Maß hinaus bestehen und dann dort entsprechende Angebote einrichten.

Wie tragen der Deutsche Städte- und Gemeindebund und die Kommunen zur gelungenen und vor allem nachhaltigen Umsetzung des Bundesprogramms „KitaPlus“ bei?

Da die Laufzeit des Bundesprogramms „KitaPlus“ auf drei Jahre beschränkt ist, ist es wichtig, die Städte und Gemeinden von Anfang an in die Konzeption einzubinden. So können sie schon früh Strukturen schaffen, die sicherstellen, dass die Angebote nach Auslaufen der Förderperiode bestehen bleiben können.

Gute Kooperation zwischen den beteiligten Partnern ist auf jeden Fall ein Schlüssel zum Erfolg. Jugendämter bzw. örtliche Träger der Jugendhilfe, die Jobcenter und die Kindertageseinrichtungen müssen an einem Strang ziehen. Kooperation beinhaltet dabei nicht nur verbindliche Absprachen. Wichtig ist, dass alle Partner das gemeinsame Ziel haben, qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen.

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