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Dritte Trägerkonferenz im Bundesprogramm „KitaPlus“

Trägerkonferenz KitaPlus

Am 3. Juni 2019 kamen Vertreterinnen und Vertreter der im Bundesprogramm „KitaPlus“ geförderten Kitas, Horte sowie Tagespflegepersonen in Frankfurt am Main zur dritten Trägerkonferenz „KitaPlus“ zusammen. 

Bei der Konferenz hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich untereinander zu Strategien der Verstetigung auszutauschen. Zudem konnten sie das Thema gemeinsam mit möglichen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern diskutieren.

Anknüpfend an ein Fachgespräch zum Thema „Etablierung bedarfsgerechter Betreuungsangebote“ zwischen Frau Dr. Susanne Giel (programmbegleitende Evaluation) und Matthias Tuffentsammer (Projektberatung), ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Moderatorin Inga Michels zum Veranstaltungsauftakt die Programmlaufzeit seit 2016 Revue passieren.

Vier Werkstätten boten die Möglichkeit, untereinander in einen Erfahrungsaustausch zugehen, bestehende Verstetigungsstrategien zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Expertinnen und Experten, z.B. Vertreterinnen der „Netzwerkstellen KitaPlus“ oder der mit dem Bundesprogramm „KitaPlus“ kooperierenden Bundesagentur für Arbeit sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes gaben die fachlichen Impulse für die Werkstattgespräche. Die vier Werkstätten umfassten die Themen:

  • Unternehmensengagement zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf
  • Chancengleichheit durch Erwerbstätigkeit
  • Gelingensbedingungen aus Gewerkschaftssicht zwischen Anspruch und Realität
  • Bedarfsgerechte Betreuung – ein guter Standortfaktor

Unternehmensengagement zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
In dieser Werkstatt ging es insbesondere um Kooperationen zwischen Unternehmen auf der einen Seite und Kitas, Horten und Tagespflegepersonen auf der anderen Seite. Dabei standen folgende Fragen im Vordergrund: Welche Formen der Kooperation sind möglich? Welche Herausforderungen können in einer Zusammenarbeit aufkommen und wie kann diesen begegnet werden?

Foto: Ulrich Schepp

Chancengleichheit durch Erwerbstätigkeit
Das Thema Kinderbetreuung spielt bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit eine sehr wichtige Rolle und wurde in der Werkstatt zum Thema Chancengleichheit fokussiert. Welche Schnittstellen gibt es z.B. mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA)? Welche Rolle nehmen die BCA in den Agenturen für Arbeit und Jobcenter hinsichtlich des Handlungsfeldes Kinderbetreuung ein und welche Unterstützungsmöglichkeiten bieten sie für Eltern und auch denjenigen, die Kinderbetreuung anbieten? All diesen Fragen wurde hier Raum zur Diskussion gegeben.

Gelingensbedingungen aus Gewerkschaftssicht
Warum unterstützen die Gewerkschaften das Bundesprogramm „KitaPlus“? Wie kann auch der Deutsche Gewerkschaftsbund die Verankerung bedarfsgerechter Betreuungsangebote unterstützen und welchen Beitrag können Gewerkschaften leisten, die nicht unmittelbar im Handlungsfeld der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung aktiv sind? Diesen Fragen widmete sich die Werkstatt zum Thema „Gelingensbedingungen aus Gewerkschaftssicht zwischen Anspruch und Realität“.

Bedarfsgerechte Betreuung – ein guter Standortfaktor
In der vierten Werkstatt diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema Kinderbetreuung vor dem Hintergrund der Standortattraktivität. Im Mittepunkt standen Fragen wie: Welche Argumente können hier hilfreich sein und welche Art der Bedarfserhebung braucht es? Wie können die Kommunen die Verstetigung der bedarfsgerechten Betreuungsangebote unterstützen? 

Die Zielstellungen des Bundesprogramms „KitaPlus“ haben ihre Aktualität nicht verloren. Sie sind der Grund eine Verstetigung am Bedarf der Familien orientierter Öffnungszeiten in den kommenden Jahren weiterhin zu unterstützen. So können die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Berücksichtigung des Kindeswohls in qualitativ guten Betreuungssituationen, gute Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten sowie die Stärkung gesellschaftlicher Weiterentwicklungen in diesen Themenbereichen gelingen. 

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung wird in Kürze auf dieser Seite verfügbar sein. Erste Einblicke finden sich schon jetzt in der Bildergalerie auf der Veranstaltungswebsite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber stehen die Präsentationen der Werkstattgespräche zum Download bereit. 

Im Bundesprogramm „KitaPlus“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aktuell ca. 170 Vorhaben bis Ende 2019, um die Verankerung der erweiterten Betreuungszeiten voranzutreiben und zu implementieren. Eine Übersicht der geförderten Standorte bietet die Standortkarte „KitaPlus“.

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