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Fachtag der Netzwerkstellen „KitaPlus“ in Eschweiler

Welche Aktivtäten und Aufgaben unternehmen die Kommunen bzw. Netzwerkstellen im Bundesprogramm „KitaPlus“? Welche Herausforderungen begegnen ihnen in ihrer Arbeit? Und wie kann das Thema der bedarfsgerechten Betreuungsangebote in den kommenden Jahren lebendig bleiben und auf kommunaler Ebene verstetigt werden? Um sich u. a. zu diesen Fragen auszutauschen, organisierte Frau Laghribi von der Netzwerkstelle der Stadt Eschweiler am 04. April 2019 einen Fachtag am Blausteinsee in Eschweiler. Die Veranstaltung gab den insgesamt 17 Teilnehmenden aus sieben Kommunen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hessen Raum zur tieferen Auseinandersetzung und Diskussion. Vor allem der fachliche und überregionale Austausch sowie die Netzwerkbildung standen im Vordergrund.

Teilnehmende des Fachtags Netzwerkstellen „KitaPlus“ in EschweilerDie Teilnehmenden des Fachtags Netzwerkstellen „KitaPlus“ in Eschweiler

Nach einer Begrüßung und Vorstellungsrunde ermöglichten vier Impulsvorträge zu den Themen „Betriebsnahe Kinderbetreuung“, „Qualität in der Großtagespflege in NRW“, „Bedarfsabfragen“ und „Einbeziehung Arbeitsmarktpolitischer Instrumente in der Kinderbetreuung“ den Einstieg in die weiteren Gespräche und Workshops.

Ein Workshop thematisierte z. B., wie die Kindertagespflege in die erweiterten Betreuungszeiten integriert werden kann. Die Teilnehmenden sahen in diesem Zusammenhang u. a. die rechtlichen Rahmenbedingungen, Nutzungsänderungen, Pflegeerlaubnisse oder auch die häufig in der Kindertagespflege vorzufindende Freiberuflichkeit als herausfordernd an. So wurde darüber diskutiert, ob es für die Kindertagespflege aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen ein eigenes Modell braucht.

Um das Thema der bedarfsgerechten Betreuungsangebote weiterhin in den Kommunen lebendig zu halten, ist für die Teilnehmenden eine Verstetigung der Finanzierung über das Jahr 2019 hinaus wichtig. Auch die aktive kommunale und überregionale Netzwerkarbeit stehen für sie dabei im Fokus. Vorhandene Ressourcen und Strukturen vor Ort zu nutzen, können dabei helfen, die Arbeit der Netzwerkstellen langfristig zu verankern. Ein wichtiger Faktor ist dabei, flexibel auf Veränderungen sowohl innerhalb der Kommune als auch innerhalb der Kindertagesbetreuung zu reagieren. Die Ergebnisse der Diskussionen verdeutlichten zudem, dass die langfristige Erhaltung der Netzwerkstellen in den Kommunen wichtig ist, weil diese eine feste Ansprechperson für die Beratungen der Eltern bieten und gemeinsam mit ihnen ein passendes Betreuungsmodell erstellen sowie Angebot vermitteln können. Um eine dauerhafte Sichtbarkeit dieser Angebote in den Kommunen zu fördern, wurden Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit als weitere zentrale Aspekte von den Teilnehmenden hervorgehoben.

Im Bundesprogramm „KitaPlus“ fördert das Bundesfamilienministerium seit 2016 erweiterte Betreuungszeiten in Kitas, Horten und in der Kindertagespflege, um Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Um die neu geschaffenen Angebote langfristig in den Kommunen zu verankern, werden seit 2017 zusätzlich „Netzwerkstellen KitaPlus“ gefördert.

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