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Praxisdialog Kindertagespflege im Bundesprogramm „KitaPlus“

Am 14. April 2018 tauschten sich Akteurinnen und Akteure der Praxis regional übergreifend über Erfahrungen zur Umsetzung aus. Der Praxisdialog Kindertagespflege im Bundesprogramm „KitaPlus“ in Nürnberg richtete sich speziell an die geförderten Kindertagespflegepersonen, die bundesweit in Zusammenarbeit mit einem Träger, selbstständig oder in Kooperation zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtung bedarfsgerechte Angebote umsetzen.

Im Bundesprogramm „KitaPlus“ werden seit etwa zweieinhalb Jahren über 300 Vorhaben (Kita, Kindertagespflege, Hort, Jugendämter) gefördert. Etwa ein Drittel davon sind Kindertagespflegepersonen (94 Vorhaben). Die Modellvorhaben engagieren sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf über alle Altersklassen der Kinder hinweg. Durch die Förderung konnten neue und flexiblere Betreuungszeiten ermöglicht werden – in den frühen Morgenstunden, abends, am Wochenende und nachts.

Aktuelle Auswertungen aus der Evaluation und dem Monitoring des Bundesprogramms, die im Laufe der Veranstaltungen präsentiert wurden, verdeutlichen, dass insbesondere Kindertagespflegepersonen als sehr familiennahe Kinderbetreuung auf die individuellen Bedarfe der Familie eingehen und entsprechende, bedarfsgerechte Betreuungsangebote umsetzten.

Foto: zenobi
Foto: zenobi

In vier thematischen Werkstätten und einem Impulsreferat hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, fachliche Impulse von Experten zur weiteren Umsetzung ihrer Angebote mitzunehmen. Mit partizipativen Methoden konnten sie ihre Praxiserfahrungen aus ihren Projekten einbringen, Gemeinsamkeiten finden und Herausforderungen teilen.

Die Werkstattgespräche umfassten vier Themenbereiche:

Zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ standen insbesondere die Selbstpräsentation und die Gestaltung von öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zu den erweiterten Angeboten der Kindertagespflege im Vordergrund. In der Werkstatt zum Thema „Vernetzung“ wurde diskutiert, wie vorhandene lokale Netzwerke genutzt und neue Kooperationen aufgebaut werden können, um den Praxisalltag zu unterstützen. Die Teilnehmenden in der Werkstatt „Kooperationen zwischen Kindertagespflege und Kita“ befassten sich mit dem Profil, dem Selbstverständnis und gemeinsamen Schnittstellen der beiden Betreuungsformen sowie gelungenen Beispielen der Kooperation. Das Thema der erweiterten Öffnungszeiten ist insbesondere im spezifischen Kontext der Kindertagespflege eine wichtige Frage der Ressourcen. In der vierten Werkstatt „Ressourcen besonderer Betreuungsangebote“ stand die Ressourcenanalyse im Zusammenhang mit der Konzeptionierung, Planung und Umsetzung besonderer Betreuungsangebote im Mittelpunkt.

In der Realisierung besonderer Betreuungsangebote haben Kindertagespflegepersonen eine zentrale Rolle, um sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Bedarfen der Eltern gerecht zu werden. Zusätzlich müssen sie mit anderen Akteuren interagieren, die an der Ausgestaltung der Betreuungsangebote beteiligt sind. Kindertagespflegepersonen sind daher auf gute Zusammenarbeit mit Eltern sowie anderen Akteuren angewiesen. Wesentliche Voraussetzung ist eine gelingende Kommunikation, die den jeweiligen Anliegen und Situationen gerecht wird. Wie dies funktionieren kann, zeigte ein abschließendes Impulsreferat zur gelingenden Kommunikation im Kontext bedarfsgerechter Kindertagesbetreuung von Dr. Sanna Schondelmayer, in dem Elemente und Prinzipien einer gelingenden Kommunikation vorgestellt und durch interaktive Gruppenmethoden für die Teilnehmenden erlebbar gemacht wurden.

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